Die ClubmobilKarte als Prepaid-Kreditkarte des ADAC

ClubmobilKarte ADAC Prepaid Kreditkarte

Webseite vom ADAC mit Informationen zu ihrer Clubmobil Prepaid Kreditkarte.

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club e.V., den die meisten Menschen sicherlich besser unter der Kurzbezeichnung ADAC kennen, gehört zu den bekanntesten Marken in Deutschland. Es handelt sich dabei um den größten Verkehrsklub in Europa, der im Mai 1903 unter dem damaligen Namen Deutsche Motorradvereinigung gegründet wurde und seinen Hauptsitz nach wie vor in München hat. Ursprünglich bot der ADAC insbesondere eine Dienstleistung an, nämlich die europaweite Pannenhilfe.

Mittlerweile hat der Allgemeine Deutsche Automobil-Club seine Dienstleistungspalette erheblich erweitert und veranstaltet beispielsweise Fahrsicherheitstrainings an einem der verschiedenen Fahrsicherheitszentren, betreibt über eine Tochtergesellschaft die ADAC-Luftrettung und ist seit geraumer Zeit auch im Bereich der Finanzdienstleistungen aktiv. Unter der Rubrik ADAC-Finanzdienste werden beispielsweise diverse Versicherungen, ein Autokredit oder auch verschiedene Kreditkarten angeboten. Dazu gehört neben der Kreditkarte GOLD und der SILBER Kreditkarte des ADAC auch die sogenannte ClubmobilKarte, bei der sich um eine Prepaid-Kreditkarte von VISA handelt.

 

Die Gebühren der ADAC ClubmobilKarte

Bevor wir näher auf die Gebühren eingehen, die mit der ADAC ClubmobilKarte verbunden sind, möchten wir an dieser Stelle kurz erwähnen, dass die Prepaid-Kreditkarte ausschließlich für Mitglieder des ADAC angeboten wird. Wer bisher noch kein ADAC Mitglied ist, hat im Zuge der Beantragung der ClubmobilKarte die Möglichkeit, gleichzeitig die Mitgliedschaft im Allgemeinen Deutschen Automobil-Club zu beantragen. Wer sich für die ADAC ClubmobilKarte als Prepaid-Kreditkarte entschieden hat, der zahlt einen jährlichen Kartenpreis in Höhe von 29 Euro.

Der ADAC führt diesen aus seiner Sicht günstigen Kartenpreis (Zitat: „Kartenpreis nur 29 Euro im Jahr“) zwar als Vorteil auf, allerdings finden wir eine Jahresgebühr in Höhe von 29 Euro durchaus nicht gerade günstig. Jedoch gibt es in Verbindung mit der ADAC ClubmobilKarte immerhin Zusatzleistungen, auf die wir im Folgenden noch näher eingehen werden. Dazu gehört insbesondere der weltweite Tankrabatt, durch den immerhin bis zu 25 Euro der jährlichen Jahresgebühr indirekt wieder kompensiert werden können.

Gebühren beim Karteneinsatz und Limits bei der ADAC ClubmobilKarte

Die ADAC ClubmobilKarte ist eine Prepaid-Kreditkarte, bei der es sich gleichzeitig um eine VISA-Kreditkarte handelt. Bei Beantragung der Karte ist keine SCHUFA-Auskunft notwendig, da ausschließlich Verfügungen aus dem Guthaben heraus möglich sind. Neben der bereits erwähnten Jahresgebühr nur von 29 Euro kann es beim Einsatz der ADAC ClubmobilKarte noch zu weiteren Kosten kommen. Zunächst einmal wirbt der ADAC damit, dass Bargeldabhebungen im Ausland kostenfrei sind, was tatsächlich auch der Fall ist. Somit haben Besitzer der ADAC ClubmobilKarte den Vorteil, beispielsweise bei vier Bargeldabhebungen von jeweils 50 Euro im Ausland gegenüber dem durchschnittlichen Preis bei Nutzung der EC Karte 20 Euro einsparen zu können.

Etwas schade finden wir allerdings, dass die Kostenfreiheit nur für Bargeldabhebungen im Ausland gilt. Wer sich nämlich dafür entscheidet, an einem der zahlreichen autorisierten Geldautomaten im Inland Geld abzuheben, der zahlt jeweils eine Gebühr in Höhe von 2,50 Euro. Einen weiteren Kostenfaktor stellt das Entgelt für den Auslandseinsatz dar. Immer dann, wenn Sie mit der Kreditkarte im Ausland zahlen und dort nicht der Euro als gesetzliches Zahlungsmittel gilt, wird ein Auslandseinsatzentgelt in Höhe von 1,75 Prozent des Umsatzes fällig.

Was die Aufladung der ADAC ClubmobilKarte angeht, so können Karteninhaber frei bestimmen, wie hoch das jeweilige Guthaben auf dem Kartenkonto sein soll. Es existiert bei dieser Prepaid-Kreditkarte also kein sogenanntes Aufladelimit. Ein Limit gibt es lediglich hinsichtlich der Bargeldauszahlung, welches allerdings mit maximal 10.000 Euro am Tag sehr hoch angesetzt ist und den Karteninhaber daher nicht in seinem Gestaltungsfreiraum einschränken dürfte.

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Wie erfolgt die Bestellung der ADAC ClubmobilKarte?

Falls Sie sich für die ADAC ClubmobilKarte entschieden haben, können Sie die Beantragung über die Webseite des ADAC vornehmen. Dazu klicken Sie einfach unter dem Menüpunkt „Finanzdienste“ auf „Kreditkarten“ und wählen dann unter dem Button „Zum Antrag“ zunächst einmal die ADAC ClubmobilKarte aus. Anschließend werden lediglich die üblichen persönlichen Daten benötigt sowie Ihre Bankverbindungsdaten.

Nachdem Sie alle Angaben vollständig gemacht haben, erhalten Sie die ADAC-Kreditkarte per Post nach Hause geschickt. Die Legitimation findet durch den Postboten statt und es ist daher lediglich erforderlich, dass Sie bei Übergabe einen gültigen Personalausweis oder Reisepass vorliegen haben. Anschließend können Sie Ihre neue ADAC ClubmobilKarte direkt nutzen.

Akzeptanz und Zusatzleistungen bei der ADAC ClubmobilKarte

Nach Angaben des ADAC gibt es weltweit etwa 23 Millionen Händler, die mit dem VISA-Logo gekennzeichnet sind und bei denen Sie demzufolge auch die ADAC ClubmobilKarte einsetzen können, da es sich um eine VISA-Kreditkarte handelt. Da es sich allerdings nicht um eine sogenannte hochgeprägte Kreditkarte handelt, ist es nicht möglich, die ADAC ClubmobilKarte an Terminals ohne Magnetstreifenlesern, den sogenannten „Ritsch-Ratsch-Geräten“, einzusetzen. Aufgrund der Tatsache, dass die ADAC ClubmobilKarte mit einer Jahresgebühr von 29 Euro ausgestattet ist, sind definitiv die integrierten Zusatzleistungen interessant.

In der Übersicht sind es die folgenden Zusatzleistungen, von denen Sie bei der ADAC ClubmobilKarte profitieren können:

  • 1% Tankrabatt weltweit
  • kostenfreier Versand von Konzerttickets
  • Guthabenverzinsung von aktuell 0,10 Prozent

Die hervorzuhebende Zusatzleistung, mit der die ADAC ClubmobilKarte ausgestattet ist, ist sicherlich der weltweite Tankrabatt. Dieser beträgt ein Prozent vom jeweiligen Tankgegenwert, gilt allerdings maximal für einen jährlichen Umsatz an Tankstellen in Höhe von 2.500 Euro. Somit kann der Tankrabatt insgesamt maximal 25 Euro im Jahr betragen. Ebenfalls zu den Zusatzleistungen zählt die Tatsache, dass ein kostenloser Versand von Konzerttickets erfolgt. Dies gilt allerdings lediglich für solche Tickets, die im Club eigenen ADAC Ticket-Shop bestellt werden, wo ansonsten bis zu 4,90 Euro für den Versand berechnet werden.

Die Guthabenverzinsung von aktuell 0,10 Prozent ist zwar ebenfalls eine Zusatzleistung, allerdings von der Höhe her natürlich nicht so attraktiv, als dass das Kreditkartenkonto tatsächlich zur Geldanlage genutzt werden könnte. Bei der Berechnung, welchen Gesamtwert die Zusatzleistungen haben, kommt der ADAC auf seiner Webseite auf einen Sparvorteil in Höhe von insgesamt 49,90 Euro, sodass der Kunde trotz einer nicht geringen Jahresgebühr von 29 Euro in der Summe 20 Euro jährlich sparen kann.

Der Sparvorteil setzt sich aus dem bereits erwähnten Tankrabatt in Höhe von maximal 25 Euro, der Ersparnis beim Versand der Konzerttickets in Höhe von 4,90 Euro und der Ersparnis bei vier Bargeldabhebungen von jeweils 50 Euro im Ausland zusammen, die sonst durchschnittlich bei Nutzung der EC Karte insgesamt 20 Euro kosten würden.

Vor- und Nachteile der ADAC ClubmobilKarte

Vorteile

1% Tankrabatt weltweit (maximal 25 Euro pro Jahr)

kostenloser Versand von Konzerttickets

Bargeldabhebungen im Ausland kostenlos

kein Aufladelimit

weltweit rund 23 Millionen Akzeptanzstellen

Guthabenverzinsung von 0,10 Prozent

Nachteile

Jahresgebühr von 29 Euro

Bargeldverfügungen im Inland kostenpflichtig (2,50 Euro)

keine Hochprägung der Kreditkarte

ausschließlich für ADAC-Clubmitglieder

Fazit zur ADAC ClubmobilKarte

Die ADAC ClubmobilKarte ist eine VISA Prepaid-Kreditkarte und richtet sich ausschließlich an die Mitglieder des ADAC. Nahezu ausschließlich interessant ist diese Kreditkarte unserer Ansicht nach für Autofahrer, denn zu den Zusatzleistungen gehört ein weltweiter Tankrabatt in Höhe von einem Prozent, der sich allerdings auf maximal 25 Euro im Jahr beschränkt. Wer hingegen kein Auto fährt und demzufolge voraussichtlich ohnehin kein Club-Mitglied beim ADAC ist, für den dürfte die Prepaid-Kreditkarte mit einer Jahresgebühr in Höhe von 29 Euro zu teuer sein. Diesbezüglich gibt es nämlich zahlreiche günstigere Angebote am Markt.

Zwar ist die Guthabenverzinsung in Höhe von 0,10 Prozent als weiterer Vorteil zu nennen, aber selbst bei einem Guthaben auf dem Kreditkonto in Höhe von 10.000 Euro würde dieser Zins lediglich zu einer Gutschrift von zehn Euro im Jahr führen. Für Clubmitglieder, die eine einfache Kreditkarte suchen, die lediglich über die üblichen en verfügt, ist die ADAC ClubmobilKarte allerdings sicherlich eine gute Alternative.

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