
Prepaid Kreditkarte mit PayPal aufladen: So geht's (inkl. Workarounds 2026)
"Kann ich meine Karte mit PayPal aufladen?" ist eine der häufigsten Fragen. Die direkte Antwort ist meistens Nein, aber es gibt einen einfachen Workaround.
Kurzantwort
Eine Prepaid-Kreditkarte lässt sich meist nicht direkt in der PayPal-App über einen "Aufladen"-Button befüllen. Der Standardweg ist, dass PayPal Geld auf ein Bankkonto mit IBAN überweist – und viele moderne Prepaid-Konten haben genau so eine IBAN. Zusätzlich gibt es Sonderfälle über Visa/Mastercard-Abbuchungen und Umwege via Google Pay / Apple Pay.
1. Direkte Aufladung per PayPal: Warum meist "Nein"
In der PayPal-App gibt es keine allgemeine Funktion "Geld an Kreditkarte senden", mit der du Guthaben einfach auf jede beliebige Prepaid-Karte buchen kannst.
PayPal unterstützt offiziell das Abheben auf verknüpfte Bankkonten und "berechtigte" Visa-/Mastercard-Debit- und Prepaid-Karten (Instant Transfers / Visa Direct), aber das ist eher als Auszahlung gedacht und nicht als standardisierter "Auflade-Button" in deiner Karten-App.
Viele Prepaid-Anbieter (z. B. Viabuy & Co.) bieten in ihren Apps keinen eigenen "Mit PayPal aufladen"-Button an, sondern nur klassische Wege wie Überweisung oder Kartenzahlung.
2. Der Standard-Workaround: PayPal → IBAN
Die meisten modernen Prepaid-Kreditkarten (v. a. von Neobanken wie C24, N26, Revolut, bunq) sind an ein vollwertiges Konto mit IBAN gekoppelt. Genau das nutzt du aus:
Schritt-für-Schritt-Anleitung
IBAN der Prepaid-Karte finden
Öffne die App deines Anbieters (z. B. N26, Revolut, bunq, C24) und notiere dir die IBAN.
IBAN bei PayPal hinterlegen
Gehe in PayPal zur "Wallet" > "Bankkonto hinzufügen" und gib die IBAN ein. PayPal verifiziert dies oft mit einer Mikroüberweisung.
PayPal-Guthaben abbuchen
Klicke in der PayPal-Wallet auf "Geld abbuchen" > "Auf Bankkonto überweisen" und wähle dein Prepaid-Konto.
Sofort (Instant)
Wenn dein Konto Instant Payments unterstützt, ist das Geld in Minuten da.
Kosten: ca. 1,5% (mind. 0,25 €)
Standard
Dauert 1-2 Bankarbeitstage, ist aber bei PayPal in der Regel kostenlos.
Kostenlos
Karten mit eigener IBAN (PayPal-kompatibel)
Monese Mastercard Debitkarte
Jahresgebühr
0,00 €
Bargeld (EU)
Pay As You Go und Everyday: 2 % je Abhebung ohne Freibetrag. Cashback (7,95 €/Monat): 500 € im Monat kostenlos. Premium (14,95 €/Monat): 2.500 € im Monat kostenlos, danach ebenfalls 2 %.
- Kartentyp: Mastercard-Debitkarte zum Monese-Konto (E-Geld-Konto), keine klassische Prepaid-Karte
- Jahresgebühr der Karte: 0 €, laut Monese nur eine einmalige, nicht bezifferte Ausstellungsgebühr
- Kontotarife: Pay As You Go 0 €, Everyday 2,95 €, Cashback 7,95 €, Premium 14,95 € im Monat
- Bargeldabhebung kostenlos: in Cashback bis 500 €, in Premium bis 2.500 € im Monat, sonst 2 % ab dem ersten Euro
- Bareinzahlung über Paysafecash oder PayPoint: 3,5 % des eingezahlten Betrags
- Schufa-Abfrage: keine, weil die Karte kein Kredit ist
- Girokonto nötig: nein, das Monese-Konto mit eigener IBAN ersetzt es
- Apple Pay und Google Pay: ja, kostenlos
- Kontowährungen: Euro, britisches Pfund oder rumänischer Leu
- Reguliert als E-Geld-Institut: PPS EU SA, zugelassen durch die Nationalbank von Belgien
- Stand der Konditionen: Gebühren- und Limittabelle von Monese, 4. Mai 2026
Vivid Money Prepaid Kreditkarte
Jahresgebühr
0,00 €
Bargeld (EU)
keine Angabe
- Jahresgebühr im 1. Jahr: 0 EUR
- Jahresgebühr ab dem 2. Jahr: keine Angabe
- Metallkarte
- Prepaid-Karte
- Bis zu 10% Cashback auf Einkäufe
- Unterstützt Apple Pay und Google Pay
3. Spezialfall: Direkt auf Visa/Mastercard
PayPal ermöglicht in vielen europäischen Ländern, Geld direkt auf bestimmte Visa- oder Mastercard-Debit-/Prepaidkarten auszuzahlen (Visa Direct / Mastercard Send).
- Du fügst deine Karte als Kredit- oder Debitkarte in der PayPal-Wallet hinzu.
- Beim Punkt "Geld abbuchen" werden berechtigte Karten im Dropdown angezeigt.
- Dann kannst du dein Guthaben in Echtzeit auf diese Karte transferieren (Gebühren je nach Land & Karte).
4. Alternative: Google Pay & Apple Pay
PayPal mit Google Wallet (Deutschland)
In Deutschland kannst du (Stand 2026) PayPal noch mit Google Wallet verknüpfen und damit überall zahlen, wo kontaktlose Mastercard akzeptiert wird.
- Du hinterlegst dein PayPal-Konto als Zahlungsmethode in Google Wallet.
- Zahlungen im Handel laufen dann über PayPal.
- Indirekter Trick: Wenn du PayPal via Google Pay nutzt, musst du deine Prepaid-Karte gar nicht "aufladen", sondern zahlst direkt via PayPal im Geschäft.
5. Sonderfall: Neobanken
Viele Neobanken erklären in ihren Hilfeseiten spezifische Wege:
N26
Konto kann über IBAN als Bankkonto bei PayPal hinterlegt werden; so lassen sich Zahlungen empfangen und Guthaben abbuchen.
Revolut
Häufig wird der Weg beschrieben, Revolut per Banküberweisung von PayPal zu füttern oder Revolut selbst über Kartenzahlung/Top-up zu laden.
6. Sicherheits- & Praxistipps
Stammdaten exakt eintragen
Der Name bei PayPal und beim Bankkonto muss übereinstimmen. Falsche IBAN oder Namensabweichungen können zu Rückbuchungen oder Sperren führen.
Kein "Pseudo-Aufladen"
Manche Ratgeber empfehlen, über scheinbare Käufe an Freunde Geld zu "verschieben". Das kann als Umgehung von AGB oder Geldwäsche-Regeln gewertet werden – Finger weg.
Limits prüfen
PayPal hat interne Limits für Abbuchungen. Dein Prepaid-Anbieter hat Einzahlungs-Limits (je nach KYC-Stufe). Prüfe diese vorher.