Prepaid Kreditkarten

Prepaid Kreditkarten – Formen, Eignung & Angebote

Ohne eine Kreditkarte ist man mittlerweile aufgeschmissen – sie ist der Inbegriff des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Gerade wenn man öfter im Ausland Urlaub macht oder im Internet bestellt, ist die Kreditkarte das schnellste und einfachste Zahlungsmittel. Wer eine Kreditkarte besitzt, möchte sie auch nicht mehr missen und nutzt sie in der Regel oft.

Die “normale” Form einer Kreditkarte ist ein Zahlungsmittel, welches Geld bis zu einem fest definierten Limit für den Einkauf zur Verfügung stellt und dann – in der Regel – hinterher vom Konto des Besitzers abbucht. In diesem Sinne gewährt die Kreditkarte dem Besitzer also einen gewissen “Kredit” in der Höhe des Limits bis zum zeitlichen Abbuchen vom Konto.

Bei Prepaid Kreditkarten ist das anders, denn sie fungieren als Zahlungsmittel nur in Höhe der Summe, die vorher auf die Kreditkarte geladen worden ist. Insofern ist der Begriff “Kreditkarte” hier eigentlich falsch gewählt. Prepaid ist quasi ein Kredit in Höhe der Einzahlung auf der Karte, auch wenn diese Einzahlung selbst getätigt werden muss.

Prepaid Kreditkarten fungieren als Zahlungsmittel nur in Höhe der Summedie vorher selbst auf die Kreditkarte geladen worden ist. (Redaktion)

Inhaltsverzeichnis

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Was sind Prepaid-Kreditkarten?

Prepaid Kreditkarte
Die meisten Prepaid Kreditkarten sehen genauso aus wie normale Kreditkarten, nur einigen fehlt die Hochprägung.
Bildquelle: robertindiana / Shutterstock.com

Eine Prepaid-Kreditkarte funktioniert im Alltag fast genauso, wie eine reale Kreditkarte. Das Haupt-Unterscheidungsmerkmal der Prepaid-Kreditkarte liegt darin, dass Verbraucher im Vorfeld der Nutzung ein Guthaben einzahlen müssen. Von diesem zieht die Bank die Zahlungen ab. Nutzer von Prepaid-Kreditkarten bekommen also keinen echten Kredit, sondern müssen immer in Vorleistung einer Einzahlung gehen.

Außerdem sind Prepaid Kreditkarten im alltäglichen Zahlungsverkehr meist mit einer Einschränkung im Vergleich zu klassischen Kreditkarten versehen. Eine Prepaid-Kreditkarte verfügt in den allermeisten Fällen über keine Hochprägung bis auf wenige Ausnahmen. Das bedeutet, dass weder der Name, noch die Nummer der Kreditkarte sich von der Kartenoberfläche abhebt. Deshalb können Prepaid-Kreditkarten üblicherweise nicht für Zahlungsvorgänge benutzt werden, bei denen die Oberfläche mit einem so genannten Ritsch-Ratsch-Gerät abgepaust wird. Allerdings gibt es immer weniger dieser Geräte und eine Abbuchung erfolgt in lokalen Geschäften meist elektronisch. Da diese Geräte also immer weniger werden, spielt dieser Umstand in der Praxis quasi keine Rolle.

Das Thema Prepaid-Kreditkarten wirft eine ganze Reihe von Fragen auf, die im Folgenden beantwortet werden. Die drei meist gestellten Fragen sind im FAQ zu Prepaid Kreditkarten noch einmal gesondert zusammengefasst.

Physische vs. virtuelle Prepaid Kreditkarten

Kreditkarte als Geschenk
Prepaid Kreditkarten werden gern auch an Kinder verschenkt, damit sie mit dem im Rahmen des Guthabens zur Verfügung gestellten Geldbetrag umgehen lernen.
Bildquelle: Africa Studio / Shutterstock.com

Wem der Begriff Prepaid-Kreditkarten nicht so geläufig ist, der hat vielleicht schon einmal von einer schufafreien Kreditkarte gehört oder von einer Kreditkarte zum Aufladen. Prepaid Kreditkarten werden richtigerweise als schufafreie Kreditkarten bezeichnet, da sie selbst von Personen mit negativem Schufaeintrag erworben werden können. Kreditunternehmen gehen mit einer Prepaid-Kreditkarte ja kein Risiko mit einem Kreditrahmen ein. Die Prepaid Kreditkarte erlaubt ja nur die Nutzung in dem selbst aufgeladenen Rahmen des Guthabens. Der Begriff “aufladbare Kreditkarte” ist somit gleichbedeutend mit der physischen Prepaid Kreditkarte, die als Plastikkarte im Geldbeutel steckt.

Doch die Entwicklung ist weitergegangen. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Prepaid Kreditkarten-Anbietern und es sind sogar virtuelle Kreditkarten im Prepaid-Format auf dem Markt. Hintergrund dieser Entwicklung ist, dass die Angebote für Smartphones in App-Stores häufig Kreditkarten voraussetzen. Wer keine Kreditkarte hat, kann das Produkt meist online nicht erwerben.

App-Stores: Virtuelle Kreditkarten sind für Käufe in App-Stores geeignet

Standard-Käufe: Reale Prepaid Kreditkarten eignen sich für den alltäglichen Einsatz online und offline.

Nutzergruppen von Prepaid Kreditkarten

Dadurch, dass Kreditkartenanbieter wie Banken oder sonstige Finanzdienstleister bei einer Prepaid Kreditkarte lediglich die Zahlungsfunktion zur Verfügung stellen, gehen sie keinerlei Kreditrisiko ein.

Fehlt das Kreditrisiko, gibt es auch keinerlei Beschränkung für den Erwerb einer Prepaid Kreditkarte: selbst Personen mit schlechter Bonität oder gar mit negativem Schufa-Eintrag können Prepaid Kreditkarten problemlos erwerben. Entsprechend sind Prepaid Kreditkarten auch ideal für solche Personen, die nicht mit Geld umgehen können. Für die Grundfunktionen der Kreditkarten werden die Unternehmen VISAMasterCard, Discover oder American Express genutzt, sodass man hier von einer großen Verbreitung und Akzeptanz sowie ausgereiften Sicherheitsstandards ausgehen kann.

Prepaid-Kreditkarten eignen sich also speziell für verschiedene Nutzergruppen, wie zum Beispiel für: Kunden mit negativem SCHUFA-Eintrag, Erwerbslose, Kinder oder Rentner,

um nur einige zu nennen. Aber auch andere Personengruppen können eine Prepaid Kreditkarte erwerben. Im Rahmen einer Kreditwürdigkeitsprüfung gehen einige Banken keinerlei Risiko ein, wenn sie reale Kreditkarten an Kunden vergeben möchten. So bekommen manchmal auch folgende Personengruppen keine normale Kreditkarten:

  • Auszubildende
  • Studenten
  • Mini-Jobber

Allen ist gemein, dass ihre Bonität noch nicht ausreichend ist und die Banken das Risiko eines möglichen Kreditausfalls zu hoch einschätzen. Verbraucher, die eine Kreditkarte ausschließlich für den Kauf via App nutzen wollen, können unkompliziert auf eine virtuelle Kreditkarte zurückgreifenFür diese gelten allerdings genau dieselben Regeln, wie für klassische Prepaid Plastikkarten: Verbraucher müssen sie zunächst aufladen.

Prepaid Kreditkarten haben nicht nur Vorteile, sondern es zeigen sich bei näherer Betrachtung auch Nachteile für Verbraucher. Einfluss darauf haben das Nutzungsverhalten, die anfallenden Gebühren und diverse Einschränkungen, die mit den Kreditkartenverträgen einhergehen. Der beste Weg, das passende Produkt für die eigenen Zwecke zu finden ist, die Prepaid-Kreditkarten Anbieter im Detail nach aussagekräftigen Auswahlkriterien miteinander zu vergleichen.

Prepaid Kreditkarten vs. reguläre Kreditkarten im Vergleich

Kreditkarten sind vom Ursprung her eigentlich dafür geschaffen, für finanzielle Freiheit beim Bezahlen zu sorgen. Das tun Kreditkarten insbesondere dann, wenn sie einen Kreditrahmen gewähren, über den frei verfügt werden kann. Der Kreditrahmen besteht bei Prepaid-Kreditkarten nicht. Allerdings sind Prepaid Kreditkarten dann gut geeignet, wenn die Bezahlungsfunktion einer Kreditkarte gewünscht ist, der Verfügungsrahmen sich aber auf die Einzahlung auf der Karte beschränken soll.

KriteriumPrepaid KreditkarteReale Kreditkarte
AbrechnungGuthaben, welches aufgeladen wurdeVerfügungsrahmen des Kontos, von welchem abgebucht wird
BezahlfunkionWeltweite Akzeptanz (>20 Mio Akzeptanzstellen); Probleme mit Ritsch-Ratsch Geräten durch fehlendochprägungWeltweite Akzeptanz (>20 Mio Akzeptanzstellen)
KostenEinmalige Gebühr, ggf. Monatsgebühren, Abhebegebühren, Einzahlungsgebühren etc.Jahresgebühren oder kostenlos
VerfügbarkeitFür alle, selbst mit Schufa-Eintrag, schlechter Bonität, Kinder etc.Meist nur bei regelm. Einkommen, solider Bonität
SonstigesManchmal keinochprägung und dann Schwierigkeiten bei Akzeptanzstellen mit Ritsch-Ratsch Geräten 

Vorteile und Nachteile von Prepaid Kreditkarten

Vorteile einer Prepaid-Karte vs. Kreditkarte
Vorteile und Nachteile von Prepaid Kreditkarten in der Übersicht. Teilen erwünscht mit Quellenangabe und Link.

Wichtigste Fragen rund um Prepaid Kreditkarten

Was ist eine Prepaid Kreditkarte?

Eine Prepaid Kreditkarte ist eigentlich keine Kreditkarte sondern eine Karte, die durch Aufladen eines Geldbetrages wie eine Kreditkarte weltweit als Zahlungsmittel verwendet werden kann wie eine reguläre Kreditkarte.

Für wen ist eine Prepaid Kreditkarte geeignet?

Durch den durch die Aufladung begrenzten Verfügungsrahmen, eignen sich Prepaid Kreditkarten vor allem für Kinder, Erwerbslose oder ältere Menschen, die schnell die Kontrolle über ihre Zahlungen verlieren können oder Personen mit schlechter Bonität, da diese oft keine (reale) Kreditkarte erwerben können. Natürlich eignet sich die Prepaid Kreditkarte aber auch für alle diejenigen, die auf extra Gebühren pro Jahr verzichten möchten, die in Regel für die Kreditbereitstellung bis zur Abbuchung vom Konto gewährt werden.

Was sind die Vor- und Nachteile einer Prepaid Kreditkarte?

Der große Vorteile einer Prepaid Kreditkarte ist, dass sie prinzipiell jedem zur Verfügung steht, also keinerlei Schufa oder Kreditwürdigkeits-Prüfung entsteht. Es kann eben nur soviel Geld mit der Kreditkarte bezahlt werden, wie vorher auf die Karte persönlich vom Karteninhaber geladen wurde. Dies ist aber zeitgleich auch ihr Nachteil: man kann die Prepaid Karte nur im Guthaben führen und sie nicht überziehen.

Welche Prepaid Kreditkarten sind empfehlenswert?

Generell sind die Karten empfehlenswert, die möglichst mehrere der folgenden Kriterien erfüllen:
a) günstige Anschaffungskosten,
b) geringe bis kostenlose Jahresgebühren,
c) geringe bis kostenlose Nutzungsgebühren,
d) Guthabenzinsen und einfaches Kontomanagement Online und/oder per App.

Speziell können folgende Prepaid Kreditkarten empfohlen werden:
1. Black and White Prepaid Mastercard
2. Wüstenroth Visa Prepaid
3. DKB Cash (echte Visacard!)